Die Liste
erreichte bei der Wahl zur Kammerversammlung der ÄKWL 2024 insgesamt drei Sitze. Gewähltes Mitglied für den Regierungsbezirk Arnsberg ist Frau Dr. med. Katharina Martin, gewählte Mitglieder für den Regierungsbezirk Münster sind Herr Univ.-Prof. em. Dr. Dr. med. Gereon Heuft und Frau Dr. med. Brigit Kropff.
Die Wahlbeteiligung betrug im Regierungsbezirk Arnsberg 38,3 % bei 22.120 Stimmberechtigten. Im Regierungsbezirk Münster betrug die Wahlbeteiligung 42,12 % bei 17.142 Stimmberechtigten. – Im Regierungsbezirk Detmold konnte für die Liste Psychosoziale Medizin leider keine Kandidat:innenliste aufgestellt werden.
Wie schon nach den Wahlen in den vergangenen Legislaturperioden bildet die Liste Psychosoziale Medizin eine Fraktion mit dem Marburger Bund.
Die drei gewählten Mitglieder der Kammerversammlung wurden von der Kammerversammlung als Mitglieder in den Arbeitskreis Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, dessen Vorsitz Herr Univ.-Prof. em. Dr. Dr. Heuft hat, gewählt.
Die weiteren Mitglieder des Arbeitskreises können Sie der Liste auf der Homepage der ÄKWL entnehmen.

Foto: PicturePeople Dortmund
Dr. med. Katharina Martin
Dem Studium der Humanmedizin in Münster folgte meine Weiterbildung in Innerer Medizin, Neurologie und Psychiatrie. Ich bin Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie, für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und trage die Zusatzbezeichnungen Psychotherapie und Psychoanalyse.
Klinisch war ich u.a. als Oberärztin/Leitung in der stationären Therapie von Langzeitpatientinnen und -patienten tätig und habe deren Enthospitalisierung begleitet. Als leitende Oberärztin der Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsklinik für Psychosomatik und Psychotherapeutische Medizin der Ruhr-Universität Bochum, des Westfälischen Zentrums für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik Dortmund lag ein Arbeitsschwerpunkt im stationären Bereich in der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Borderline-Störungen, mit Persönlichkeitsstörung und mit Eßstörungen. Im ambulanten Bereich stand der Aufbau ambulanter Strukturen, die Vernetzung mit Praxen und Kliniken und der Ausbau des Konsiliar- und Liaisondienstes, z. B. mit Schwerpunkten, wie der Dermatologie, im Vordergrund.
Neben der klinischen Tätigkeit war ich in Lehre, Weiterbildung und wissenschaftlichen Projekten und Arbeitsgruppen engagiert, z. B. Arbeitsgruppen des Deutschen Kollegiums für Psychosomatische Medizin (DKPM e.V.) und der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM e.V.). Seit mehr als 20 Jahren bin ich in der Westfälischen Arbeitsgemeinschaft für Psychosomatik, Psychotherapie und Psychoanalyse (WAP e.V.) in der theoretischen Weiterbildung aktiv. 2006 habe ich mich als Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in eigener Praxis niedergelassen und nehme als befugte Ärztin Weiterbildungsaufgaben wahr.
Eigene Erfahrungen in der Weiterbildung haben mein berufspolitisches Engagement geprägt. Im Arbeitskreis Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der ÄKWL sehe ich die Möglichkeit, an der Weiterentwicklung der ärztlichen Weiterbildung mitzuwirken und meine Perspektiven einzubringen.
„Aus Erfahrung Verantwortung übernehmen – für eine starke ärztliche Weiterbildung.“

Foto: UKM/Wibberg
Univ.-Prof. em. Dr. Dr. Gereon Heuft
Ich bin Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie mit den Zusatztitel Psychoanalyse und Klinische Geriatrie, darüber hinaus Lehr- und Kontrollanalytiker der Deutschen Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie Psychosomatik und Tiefenpsychologie (DGPT).
Bis Mitte 2022 war ich 23 Jahre lang der Gründungsdirektor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Münster (UKM), verbunden mit dem gleichnamigen Lehrstuhl an der Medizinischen Fakultät der Universität Münster. – Ich verfüge als psychodynamischer Psychotherapeut noch über die einschlägigen Weiterbildungsbefugnisse.
Als langjähriger stellvertretender Bundesvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) habe ich mich zusammen mit Herrn Univ.-Prof. Dr. med. Paul Jansen (Bochum/Dortmund) schon seit der Gründung der Liste Psychosoziale Medizin 2009 kontinuierlich in der ÄKWL engagiert. Neben dem Vorsitz des Arbeitskreises Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (AK PPP) arbeite ich aktuell im Arbeitskreis Hochschulmedizin sowie im Arbeitskreis Weiterbildungsbefugnisse der ÄKWL mit, bin Prüfer und Fachgutachter für die P-Fächer und verantwortlich für das von der Akademie der ÄKWL angebotene Curriculum Psychosomatische Grundversorgung.
Zudem arbeite ich als langjähriges Mitglied in der Ethik-Kommission der ÄKWL mit.
Auf der Bundesebene bin ich – neben anderen Aufgaben – seit Jahren der ärztliche Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirates Psychotherapie (WBP) Bundesärztekammer/Bundespsychotherapeutenkammer, dem Gremium, dass über die wissenschaftliche Anerkennung von Psychotherapie-Verfahren und -Methoden entscheidet (vgl. Homepage des WBP). Wenn der WBP in einem Gutachten die Anerkennung ausspricht, wird das entsprechende Psychotherapie-Verfahren bzw. die Psychotherapie-Methode im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) unter sozialrechtlichen Gesichtspunkten begutachtet und ggf. danach Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), indem das Verfahren bzw. die Methode in die Psychotherapierichtlinie der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) aufgenommen wird.
Ein langjähriger Arbeits- und Forschungsschwerpunk war und ist die Gerontopsychosomatik und Alterspsychotherapie. Zu diesem Thema habe ich zahleiche wissenschaftlich fundierte Konzepte entwickelt und u.a. auch zwei Lehrbücher geschrieben und eine alle zwei Jahre in Münster stattfindende wiss. Arbeitstagung begründet.
Daraus lässt sich verstehen, dass ich mich für die (breit verstandenen) Zugang zur Psychotherapie auch für Bevölkerungsgruppen, die bisher wenig von dieser Behandlungsmöglichkeit profitieren konnten, einsetze.

Foto: privat
Dr. med. Birgit Kropff
Nach dem Studium der Humanmedizin in Münster begann ich meine Weiterbildung 1997 in der Klinik für Hämatologie und Onkologie der Universitätsklinik Münster und wechselte zwei Jahre später in die LWL-Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Lengerich.
Nach Geburt meiner vier Kinder und hierdurch bedingter längerer Familienpause setzte ich meine Facharztweiterbildung 2012 in der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsklinik Münster bei Univ.-Prof. Dr. Dr. Gereon Heuft fort und schloss diese 2018 als Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie ab.
Während meiner Weiterbildung erwarb ich die Zusatzbezeichnung Psychoonkologie und arbeitete im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie mit Prostatakarzinompatienten.
Nach meiner Facharztprüfung war ich als psychosomatische Fachärztin Teil eines interdisziplinär arbeitenden Teams im Zentrum für seltene Erkrankungen der Universitätsklinik Münster und erlebte dort die Bedeutung der somatischen wie psychosomatischen Herangehensweise in der Diagnostik seltener und komplexer sowie häufig chronischer Erkrankungen.
Nachdem ich 2021 einen kassenärztlichen Sitz zugesprochen bekam und noch ein Jahr nebenberuflich im Zentrum für seltenen Erkrankungen weitergearbeitet habe, arbeite ich seit Januar 2022 ausschließlich als niedergelassene Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie.
Insbesondere aufgrund meiner somatischen Weiterbildungserfahrungen sowie Erfahrungen im Zentrum für seltene Erkrankungen und zahlreicher Patienten mit chronischen Erkrankungsbildern in meiner Praxis liegt mir eine integrierende Sichtweise somatischer, wie psychosomatischer Einflussfaktoren bei der Diagnostik und Therapie sehr am Herzen, wofür ich mich auch berufspolitisch einsetzen möchte.